Leider genau auf den Start unseres Spazierganges beginnt es ein wenig zu regnen. Trotzdem besammeln sich ein gutes Dutzend unentwegter und interessierter Unterdörfler beim Restaurant Löwen, um angeführt von Barbara Stüssi-Lauterburg die Spuren der Berner in Windisch zu entdecken.

Der Berner Bär auf dem Kirchturm, der seine rote Zunge den katholischen Badenern entgegen streckt, erstrahlt ja seit nun einiger Zeit wieder in frischer Farbe und ist schon von Weitem gut auszumachen. Doch auch an der Wand der Kirche finden sich Gedenktafeln an Pfarrherren aus der Zeit als die Berner das Sagen in grossen Teilen unserer Region hatten, von 1415 bis 1798, also von in etwa hundert Jahren vor der Reformation bis zur französischen Revolution.

Weiter geht es dann zum Nordtor des ehemaligen römischen Vindonissas, das vom Sohn eines Berner Landvogts entdeckt wurde.

Das Kloster Königsfelden diente nach der Reformation als Sitz für die Berner Landvögte im sogenannten Eigenamt, das vor allem dank der ertragreichen Äcker im Birrfeld als die lukrativste aller bernischen Landvogteien galt.

Den Abschluss bildet nach einem Abstecher zum ehemaligen Standort des Lindhofbrunnens ein Halt beim neu gestalteten Rüss-Känzeli mit dem Blick über die Reuss zu den katholischen Gebieten hin, die teilweise auch von den reformierten Bernern verwaltet wurden.

Der Blick beim Reuss-Känzeli über die Reuss hinweg

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